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Zubereitung

Methode ohne Zucker
Gießen Sie etwa 2 bis 4 cl Absinthe in ein Glas und verdünnen dann je nach Geschmack mit eiskaltem Wasser in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:5. Beachten Sie dabei, daß Sie das Wasser in einem dünnen Strahl und aus einer entsprechenden Höhe ins Glas gießen. Es darf ruhig etwas spritzen. Dadruch bekommt der Absinthe noch etwas Luft und kann sein volles Aroma entfalten. Gleichzeitig wird auf diese Weise eine perfekte Trübung gewährleistet.
 
Methode mit Zucker
Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Absinthe auch mit Zucker etwas süssen. Aber nicht jeder Absinthe eignet sich für diese Methode. Mezerierte, bittere Sorten eignen sich mehr, als süssliche Sorten wie z.B. Kübler.
Man beginnt wieder wie gehabt, indem man 2 bis 4 cl Absinthe in ein Glas gießt. Dann positioniert man einen Absinthelöffel auf das Glas und legt ein halbes bis ein ganzes Stück Würfelzucker auf den Löffel. Zunächst gießt man nur soviel Wasser auf den Zucker, daß dieser völlig getränkt ist. Dadurch wird er leicht porös und löst sich später leichter auf. Nach einer Weile gießen sie erneut Wasser über den Zucker ins Glas. Wenn sich der Zucker auflöst fahren Sie fort, bis das Glas zur gewünschten Höhe gefüllt ist. Sollte der Würfelzucker noch nicht völlig aufgelöst sein, können Sie ihn mit dem Absinthelöffel einfach im Glas verrühren.
 
Methode mit Absinthefontaine
Besonders stilvoll läßt sich Absinthe mit einer Absinthefontaine zubereiten. Dabei ersetzt die Fontaine die Wasserkaraffe. Anstatt das Wasser mit der Karaffe ins Glas zu gießen, stellen Sie die mit 2 bis 4 cl Absinthe gefüllten Gläser unter die Hähnchen der Fontaine. Die Fontaine sollte mit eiskaltem Wasser und reichlich Eiswürfeln gefüllt sein. Dann öffnen Sie das Hähnchen über dem Glas soweit, daß das Wasser langsam ins Glas tröpfelt. Speziell, wenn man Absinthe in einer Runde genießt, sorgt diese Zubereitungsmethode für entsprechendes Ambiente.
Lassen Sie die Fontaine am Ende des Abends einfach stehen und waschen Sie sie am nächsten Tag, wenn alle Eiswürfel geschmolzen sind, denn größere Temperaturunterschiede können der Fontaine schaden!
 
Methode mit Feuer
Als vor einigen Jahren Tschechischer Absinthe in England wieder populär wurde, kam eine ganz spezielle Methode auf: Nehmen Sie ein leeres Glas, legen Sie einen Absinthelöfel auf das Glas und legen einen Würfelzucker auf den Löffel. Dann gießen Sie Absinthe über den Zucker ins Glas. Jetzt zünden Sie den Zucker and und warten bis er karamelisiert. Löschen Sie mit Wasser ab und verrühren Sie die Zuckerreste.
 
Wir weisen Sie darauf hin, daß durch die bei diesem "Ritual" auftretenden Temperaturunterschiede, Gläser reißen können und raten  ausdrücklich von dieser Zubereitungsmethode ab.  
 
Ich hatte die Gelegenheit eine Gruppe Schweizer aus dem Val de Travers (dem Ursprung des Absinthes) zu beobachten, denen dieses Feuerritual vorgeführt wurde. Noch niemand hatte soetwas vorher gesehen. Es gibt auch nirgendwo historische Aufzeichnungen, daß Absinthe im 19. Jahrhundert so zubereitet wurde. Es handelt sich also nur um eine Showeinlage, die bei Kennern absolut verpöhnt ist.

Cocktails
Es gibt eine ganze Reihe Cocktails mit Absinthe. Da Anis aber recht dominant ist, sollte man erstmal etwas üben, bevor man seinen Gästen etwas vorsetzt. Hemingway schätzte beispielsweise einen einfach zuzubereitenden Cocktail, den er "Death in the afternoon" nannte. Dabei wird Absinthe anstatt mit Wasser, mit Champagner verdünnt wird.
 
Pur trinken
Absinthe wurde ursprünglich als Aperitif serviert - also als Appetitanreger vor dem Essen. Ganz so streng braucht man das aber nicht zu sehen. Man kann Absinthe selbstverständlich auch zu allen anderen Gelegenheiten genießen. Da die meisten Sorten aber einen sehr hohen Alkoholgehalt haben, ist von einem Genuß pur dringend abzuraten. Zudem entfalten sich viele Aromen erst nach Wasserzugabe.
 
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