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Qualitätsmerkmale

Absinthe Qualitätskriterien - oder "Wie erkenne ich einen guten Absinthe"
Seit einigen Jahren ist Absinthe wieder in Aller Munde, dennoch halten sich Schauermärchen über die vermeindtliche Wirkung hartnäckig. Auch wenn wir dieses herrliche Elixier entmystifizieren: Absinthe hat keine halluzinogene Wirkung und hatte das auch früher nicht! Kein Gesetzgeber der Welt würde eine Spirituosen zulassen, die eine drogenähnliche Wirkung abgesehen die des Alkohols hat.

Wie erkennt man nun aber hochwertigen Absinthe?
Am besten schaut man sich die Schweizer Gesetzgebung an, denn hier wird sehr präzise und kompakt definiert, worauf es wirklich ankommt:

Art. 80 Absinth
Absinth ist eine Spirituose aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs oder aus einem Destillat landwirtschaftlichen Ursprungs, die:

a.   mit Wermutkraut (Artemisia absinthium L.) oder dessen Extrakten, in Verbindung mit anderen Pflanzen oder Pflanzenextrakten wie Anis, Fenchel und dergleichen, aromatisiert ist;
b.   durch Einmaischen und Destillation hergestellt wird;
c.   einen bitteren Geschmack hat und nach Anis oder Fenchel riecht; und
d.   beim Verdünnen mit Wasser ein trübes Getränk ergibt.

In Brüssel ist man gerade (2013) dabei, eine Definition für eine neue Spirituosenkategorie "Absinthe" zu entwickeln. Der erste Vorschlag so einer Definition wurde allerdings von der EU Kommission abgelehnt. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die EU die Schweizer Definition übernehmen würde, da dadurch ein vernünftiger Qualitätsstandard gewährleistet würde. 


Herstellung
Bereits vor dem Absintheverbot 1910 erkannten zahlreiche Hersteller, daß Absinthe sehr günstig herzustellen ist, wenn man die Produktionsmethode vereinfacht. Auch damals gab es Mazerationen und Ölmixe! Die hochwertigsten (und schmackhaftesten) Ergebnisse können aber (damals wie heute) nur durch Destillation von Kräutern erzielt werden! 

Kräuter
Absinthe muss Wermut (Artemisia Absinthium), Anis (Pimpinella Anisum) und Fenchel (Foeniculum vulgare) enthalten. Fehlt einer dieser Bestandteile, kann man strenggenommen nicht von Absinthe sprechen - dann ist es ein Kräuterschnaps. 

Thujon
Grundsätzlich ist von Angeboten abzuraten, die einzig auf den Thujonwert abheben. Thujon ist zwar ein wichtiger Bestandteil, aber es ist falsch anzunehmen, je mehr Thujon ein Absinthe enthält, desto besser ist er. 

Farbe
Finger weg von Produkten, die keine natürliche Farbe (klar, grün, gelb oder braun) haben. Hier sind künstliche Farbstoffe im Spiel, die Sie Ihrem Körper sicher nicht antun wollen. Mit Kräutern gefärbte Produkte können zwar auch sehr auffällige Farben haben, aber dann sollte man sich versichern, daß diese wirklich natürlichen Ursprungs sind. 

Alkoholgehalt
Seriöser Absinthe hat zwischen 45% vol. und 75% vol. Alkohol. Alles was darüber liegt, hat im Normalfall mit Absinthe nichts mehr zu tun. Einzige Ausnahme: unverdünnte Direktabfüllungen (Brute d'Alambic). 

Zucker
Vorgesüßte Produkte haben möglicherweise Defizite verschiedener Art, die darüber verdeckt werden sollen. Wenn man Absinthe gesüßt bevorzugt, sollte einem das schon selbst überlassen bleiben. Der Hersteller sollte das in keinem Fall vorwegnehmen. So sind beispielsweise objektive Produktvergleiche nur dann möglich, wenn alle Produkte ungesüßt sind, denn die Gefälligkeit, die von der Süsse ausgeht beeinflusst den Gesamteindruck enorm. 


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