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Das erste Treffen mit Marilyn Manson

Dienstagabend, kommt die verdammte Mail jetzt noch? Kommt nicht… ob das überhaupt noch was wird? Musiker… Meine Freundin ist prüfungsgestresst, ihre Nerven liegen blank. Kommst du nun mit, oder bleibst du daheim? Deine Radiosendung habe ich ja schon vorproduziert und ins Studio gebracht. Eine Sorge weniger. Ahh – die e-mail. Ok, das hört sich gut an. Aber wie soll das nun ablaufen... 17 Uhr und immer noch kein Plan – noch eine Mail – ok, out of light commeth darkness… alles klar. Ab nach Basel. Vor der Halle die schwarze Horde! Viel Jungvolk, überraschend wenig Ausschuss. Wir laufen genau auf die richtige Box zu, das Mädel drinnen reicht mir einen Umschlag – VIP Pässe – ich komme mir privilegiert vor. All die reichen Schweine haben tierisch abgelatzt und können es kaum erwarten. Ein Griff zur 1,5l PET Flasche mit dem milchigen Inhalt. Da um die Ecke finden Sie den VIP Eingang. Dort angelangt, erfahren wir, daß PET Flaschen gefährliche Waffen sind und strikt verboten sind. Im Eiltempo wird die Waffe entladen. Wo finde ich Steve? Ein Stockwerk tiefer. What are you selling? Ahh… Steve? Never heard of Steve. … just joking – I’ll call him. Ein Mädchen holt uns ab – alle haben diese ultrawichtig aussehenden Funkgeräte auf der Schulter. Heellloow, Aiähm (ich habe mir ihren Namen nicht gemerkt). Come with me. Steve is waiting for you. Lange Gänge, viele Leute, ein Raum. Apple Powerbooks. Hey, you must be Markus – I’m Steve He know’s you’re here, but can’t meet you before the show. Wir lassen unsere Mitbringsel im Save Room, werden mit eisgekühlten ultragefährlichen PET Flaschen versorgt und über den superwichtigen VIP Eingang in die Halle gelassen – zuvor werden wir noch mit Earplugs versorgt – you know, it get’s pretty loud… Überall riecht’s süsslich, junge Mädchen ziehen an Sticks – Basel wie eh und jeh. Hunger macht sich breit, so stopfen wir uns ein für Schweizer Verhältnisse billiges aber kleines Baguette zwischen die Zähne – schnell ein Bier zum aufweichen, sonst fängts am Ende noch an zu stauben. Um 21:15 soll es losgehen, was soll denn jetzt schon der Lärm – Vorband… Schnell raus. Ich muss noch im Studio anrufen, sonst finden die Deppen die CD mit der vorproduzierten Sendung nicht. Eine Packung … früher hießen sie Treets… ich verstehe zehfrankenzwanzig, mir bleibt das letzte Stück Baguette, das ich mir gerade aus den Zahnzwischenräumen herausgefieselt habe, im Hals stecken. Habe ich die Earplungs schon drinnen? Muss wohl was anderes sein. Ok, sie wollte einen wesentlich niedrigeren Betrag – ob sie mich zunächst nur schocken wollte, weil das ein Schockrockerkonzert ist? Spaßige Kioskverkäuferin! Nirgendwo aber auch nur ein bekanntes Gesicht. Alles nur Jungvolk – wo sind meine Freunde aus der Zeit des Winterschatten? Keine Sau da! Wir stehen uns die Flossen platt. Endlich geht’s auf 21:15 zu in der Halle wird es stickig – schnell noch einmal das flüssige Gold wechseln. Der Weg alles Irdischen. Das Licht geht aus, meine Earplugs sind drin – die Musik fängt an. Ich bin weder beeindruckt noch berührt. Die Show ist gut, aber es kommt nicht bei mir an. Die Intensität teilt sich durch zu viele Leute. Es bleibt zu wenig für jeden übrig. Nach einer Stunde nehme ich die scheiß Earplugs endlich raus – ahh – jetzt wird’s besser. Immer noch nicht gut, aber besser. Ich fange an mit den Füssen zu wippen. Was stellt sich dieses Arschloch direkt vor meine Nase? Ich stelle mich einfach vor seine. Er hat verstanden und verzieht sich. Ein Lied als Zugabe und das Licht geht an. Es eröffnet die ganze Hässlichkeit der Halle. Versiffter Boden, überall Kippen, Bierlachen und zertretene Plastikbecher – irgendwo in diesem Müll liegt auch meine PET Waffe, die ich zwischenzeitlich mit meiner Freundin geteilt habe. Sie sieht müde aus und ist es auch – ich weiß es genau. Sofort wird die Bühne zerlegt und abtransportiert – die nächsten Fans warten schon 800km östlich. Die Massen strömen gesittet aus der Halle und wir laufen mit unseren VIP Pässen durch die VIP Schranke in den VIP Bereich – die bereits bekannten Gänge – gefüllt mit Security und Roadies. Der Manager kommt auf uns zu und meint – he know’s you’re here. He’s taking a shower now. Es zieht. Meiner Freundin wird es kalt. Sie zieht ihr gelbes Reclam Heftchen raus und fängt an zu lesen – bald ist Prüfung. Ein unglaubliches Gewusel – Leute schieben die PA durch die Gänge in den LKW. Ziemlich angeschlagene Teenager werden von Medizinern begleitet – 120 waren es heute – der jüngste war 12. Gekotz haben sie wie die jungen Wölfe sagt eine Betreuerin zu mit – und das wäre gar nicht lustig. Wie lange sollen wir denn noch warten. Steve kommt vorbei und geht in den Save Room, wo er mein Mitbringsel aufmacht – um nach zu sehen, ob keine Bombe drin ist. Ernsthaft! Wir folgen ihm durch Gänge kommen in einen hässlichen, neonbeleuchteten Saal. Ich baue die Fontaine auf. Ohh, ahh, that’s beautiful.. Jaja, ich weiß! Wir gehen mit dem ganzen Gerümpel durch weitere Gänge. Ein schwarzer Vorhang öffnet sich, schummriges Licht, laute Musik, es riecht nach Absinthe, eine Garderobe wie man sie aus Filmen kennt – der Rockstar Marilyn Manson steht vor mir und scheint entzückt zu sein mich zu treffen – die Freude ist ganz auf meiner Seite. Wir stellen uns vor und sind uns sympathisch. Wir setzten uns auf ein kleines schwarzes Ledersofa und fangen an zu quatschen. Absinthe, Johnny Depp, Hills, Bilder, Architektur, Filmprojekte, Umzugsvorstellungen. Er kommt authentisch rüber, weder überzogen noch starmäßig – eher höflich, zurückhaltend. Ich zeige ihm die Fontaine und ein paar Flaschen über die sich er sehr freut. Als er die schönen Etiketten sieht, erzählt er mir von einem, welches er zuhause hat. Ich bestätige ihm die Außergewöhnlichkeit – ich muss mich nicht verstellen oder künsteln – und bin völlig entspannt. Steve ist so freundlich und macht mit meiner Kamera noch zwei Bilder – but only for your private album! Manson holt sich eine große Sonnenbrille – vielleicht wirkt er so noch cooler… Klick, Blitz… Ein paar Autogramme noch und wir verabschieden uns. Draußen steht noch eine ganze Horde Fans, die uns neidisch beäugen, als wir uns von Steve verabschieden.

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