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Absintheproduktion in der Schweiz in den vergangenen 100 Jahren

Der Ursprung des kommerziellen Absinthe liegt unumstritten im Val de Travers. Ende des 18. Jahrhundert gründete dort Major Dubied mit seinem Sohn und seinem Schwiegersohn (Henri-Louis Pernod) die erste kommerzielle Absinthebrennerei. 

Zu diesem Zeitpunkt gehörte das Fürstentum Neuenburg aber noch nichteinmal zur Schweizer Eidgenossenschaft, sondern zu Preussen! 

Das wird gerne übersehen und ist doch ein sehr interessanter Aspekt, denn er erklärt auch das, was man in der Mentalität der Menschen aus dem Val de Travers oft findet - den zivilen Ungehorsam. "Bern ist ja weit weg" kann man es zwischen den Zeilen lesen und das bezieht sich beim Absinthe insbesondere darauf, daß im Val de Travers zwischen dem Absintheverbot und der Legalisierung, kräftig schwarz gebrannt wurde. 

Mit der Legalisierung wurden die Schwarzbrenner nicht nur amnestiert für jahrzehntelangen Betrug am Staat, sondern erhielten oben drauf auch noch eine Brennlizenz um sie aus der Illegalität zu holen. Damit sichert sich der Staat natürlich auch Einkommen aus dem Branntweingeschäft. 

Was ist aber mit den Brennern, die sich an das Absintheverbot gehalten haben und sich nichts zu schulden kommen ließen? Sie profitieren zwar auch davon, daß sie nun Absinthe brennen dürfen, aber ein Geschenk vom Staat gibt es dafür nicht.

Ganz im Gegenteil: Sollte nämlich die GGA in letzter Instanz durchgewunken werden, sind Hersteller ausserhalb des Val de Travers nicht mehr befugt, Absinthe oder etwas ähnliches zu produzieren. Protektionismus, wie er im Buche steht!

Ein paar historische Fakten am Rande:

Um 1900 gab es in der Schweiz 40 Absinthebrennereien
- 13 aus dem Val de Travers
- 4 aus dem übrigen Kanton Neuchatel
- 11 aus dem Kanton Genf
- 4 aus dem Kanton Wallis
- 1 aus Martigny
- 1 aus Murten
- 6 aus der Deutschschweiz

D.h. es gab doppelt so viele Absinthebrennereien ausserhalb des Val de Travers, als im Val de Travers.

Etwa zur selben Zeit gab es in Frankreich übrigens etwa 200 Absinthebrennerein. 

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