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Töten die Schweizer die grüne Fee nocheinmal?

Vor etwa einhundert Jahren passierte es: Die grüne Fee - der Absinthe wurde verboten. Was man damals als wissenschaftliche Erkenntnis verstanden hat, ist heute längst überholt. 

Aber auch heute ist der Absinthe von einem neuerlichen "Verbot" bedroht. Diesmal geht die Gefahr tatsächlich von einigen Hersteller aus der Schweiz selbst aus.

Vor etwa einhundert Jahren passierte es: Die grüne Fee - der Absinthe wurde verboten. Was man damals als wissenschaftliche Erkenntnis verstanden hat, ist heute längst... mehr erfahren »
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Töten die Schweizer die grüne Fee nocheinmal?

Vor etwa einhundert Jahren passierte es: Die grüne Fee - der Absinthe wurde verboten. Was man damals als wissenschaftliche Erkenntnis verstanden hat, ist heute längst überholt. 

Aber auch heute ist der Absinthe von einem neuerlichen "Verbot" bedroht. Diesmal geht die Gefahr tatsächlich von einigen Hersteller aus der Schweiz selbst aus.

Nachdem voriges Jahr die ursprüngliche GGA Absinthe abgelehnt wurde, macht nun ein neuer, selbsternannter Branchenverband auf sehr groteske Weise auf sich aufmerksam. Ziel dieser sog. „Association des artisanes-distillateur d’Absinthe du Val de Travers (AAA) ist die Durchsetzung einer GGA „Absinthe Val de Travers“. Doch bereits das selbst festgelegte Pflichtenheft definiert, daß alle für die Absinthe-Produktion benötigten Zutaten aus dem Val de Travers stammen müssen. Bereits jetzt gibt es heftige Gegenwehr von Kleinproduzenten – und richtig liegen sie, denn wer hat schon jemals davon gehört, daß beispielsweise Anis im Val de Travers angebaut wird?
So wie es aussieht, ist die GGA Absinthe, La Bleue und Fee Verte endgültig vom Tisch.

GGA Absinthe - ABGELEHNT

Sehr gute Neuigkeiten zur leidigen GGA Absinthe:

In zweiter Instanz wurde heute von einem Schweizer Gericht, die GGA Absinthe abgelehnt. Begründet wurde die Ablehnung mit nur einem Punkt: Der generische Begriff „Absinthe“ lässt sich nicht schützen.
Vor ein paar Jahren wurde vom „Office de Tourisme Pontarlier“ und „Tourisme Neuchatelois“ ein grenzüberschreitender Wanderweg von Couvet nach Pontarlier eingerichtet, auf dem man zahlreiche Brennereien und andere Sehenswürdigkeiten mit Bezug auf Absinthe besichtigen kann. Man kann sich vorstellen, wie die Initiatoren auf der Französischen Seite reagiert haben, als sie von der GGA Absinthe erfahren haben. Die 48km Strecke sollte die Grenzregion eigentlich näher zusammen bringen, aber das Gegenteil ist nun passiert. Wen wundert’s auch? Es ist einfach nur bedauerlich, was aus einem schönen Projekt wird, wenn sich eine Seite verhält wie die Axt. Es würde mich nicht wundern, wenn dieses wunderbare Gemeinschaftsprojekt wieder eingestampft würde. So tötet eine kleine Gruppe ehemaliger Schwarzbrenner die Grüne Fee erneut.
Ein ausgesprochen positiver Aspekt der GGA Absinthe wäre eine juristische Definition, was als Absinthe verkauft werden darf. Denn abgesehen von der Schweiz ist das fast nirgendwo geregelt. Die EU ist zwar dabei eine Spirituosenkategorie „Absinthe“ zu entwickeln, aber die ersten Vorschläge sind abgelehnt worden. Das ist insofern ungeschickt, als daß sich die EU durch eine Spirituosenkategorie durchaus gegen ein GGA Absinthe durchsetzen könnte. Die entsprechende Kategorie müsste nur vor der GGA abgesegnet werden.
In anderen Ländern wurde Absinthe legal wesentlich länger produziert als in der Schweiz. Dabei ist insbesondere Spanien hervorzuheben. Dort wurde nämlich bereits vor dem Schweizer Absinthverbote 1910 produziert und da es dort kein Verbot gab, verlagerte beispielsweise die Firma Pernod S.A. aus Couvet die gesamte Produktion nach Tarragona. In den 30er Jahren übernahm Pernod Fils den Betrieb und stellte bis mindestens Mitte der 60er Jahre Absinthe her. Aber auch darüber hinaus stellten Firmen wie Argenti, Deva, Montana, Segarra und viele mehr Absinthe (oder Absenta wie er in Spanien heißt) her. Einige produzieren bis heute.

Absinthe in Frankreich

Fragt man beliebige Personen, die nicht im Val de Travers leben nach Absinthe, so bekommt man in der Regel die Antwort, Absinthe sei eine Französische Spirituose (die verrückt macht). Die wenigsten würden antworten, es sei eine klare Anisspirituose, die aus einem kleinen Tal in der französischen Schweiz kommt.
Natürlich gibt es in der Schweiz eine Menge Absinthebrennerein, sehr viele davon findet man im Val de Travers, aber es gibt auch ein paar, die nicht dort angesiedelt sind und die durchaus von Bedeutung sind.
Die Schweiz ist nicht nur der unumstrittene Ursprung des Absinthes, sondern auch das Land, in dem er am ehesten verboten wurde und wo sich schnell Schwarzbrennerei etablierte.
Hinter der Initiative steht die L'Association Interprofessionelle de l'Absinthe, eine Vereinigung ehemaliger Schwarzbrenner aus dem Val de Travers.
In der Schweiz existieren zahlreiche GGA's, aber noch nie hat es bei einem Antrag derart viele Einsprüche gegeben. Sehen Sie hier, wer sich gegen die GGA wehrt:

Die rechtlichen Grundlagen

Im Zuge der Legalisierung des Absinthes in der Schweiz wurde eine AOC, bzw. GGA angestrebt um den beteiligten Personen im Val de Travers das Leben zu erleichtern.
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