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Zum Tod von H.R. Giger

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Bereits als Teenager faszinierten mich die sagenhaft düsteren Bilder des Schweizer Künstler H.R. Giger. Deren Ausstrahlung ist kaum in Worten auszudrücken.

Als ich 2005 mit Oliver Matter begann, historisch authentischen Absinthe zu reproduzieren, lag mir viel an der Gestaltung der Etiketten. Nur für mich wichtige Künstler, kamen für deren Gestaltung in Frage. Eines Tages 2006 kam mir die Idee, wir könnten doch auch einmal H.R. Giger fragen, ob er an so etwas Interesse hätte. Es dreht sich ja um ein Schweizer Produkt und er als jemand, der den mystischen Dingen immer einen ganz besonderen Draht hatte, sollte dafür ja zu begeistern sein. Und tatsächlich – Giger war einverstanden und schnell einigten wir uns auf eines meiner Lieblingsbilder – nämlich das, was E.L.P. für Brain Salad Surgery verwendet hatte. Es zeigt eine Frau mit geschlossenen Augen und hat für mich eine souveräne, ruhige Atmosphäre, wie ich sie ausgesprochen schätze. Nun dauerte es gar nicht lange und wir trafen uns bei einer Vernissage in Basel. Die Layouts kamen bei ihm recht gut an, so daß wir uns einige Wochen später erneut trafen – diesmal bei ihm zuhause in Zürich. Giger wohnte in einer ganz normalen Wohngegend. Sein Haus verfügt aber über mehrere Eingänge. Daß ich gerade den vermeintlich falschen Eingang gewählt hatte, gewährte mir unerwartet einen unvergesslichen Rundgang quer durch das ganze Haus. Man geht durch Gänge, Treppen auf, durch Giger typische Passagen. Wohin man auch hinschaut – es ist alles voller Bilder – ich war nachhaltig bedruckt. Letztlich landet man in einem Raum, wie kann es auch anders sein, ohne erkennbare Fenster. Man sitzt auf den legendären Harkonnensessel an einem Tisch dessen Tischplatte allein schon ein Kunstwerk ist. Im Gegensatz zur Vernissage in Basel, als Giger nur wenige Momente vor Ende ankam, um der Meute zu entgehen, zeigte er sich nun von einer ganz anderen, ausgesprochen freundlichen und sehr aufmerksamen Art. Ich stellte ihm das Absinthe Projekt noch einmal detailliert vor und wir tranken ein paar Gläser zusammen. Dabei stellte sich heraus, daß er vor nicht allzu langer Zeit Besuch von so einem verrückten, amerikanischen Musiker hatte: Marilyn Manson. Die Welt ist klein. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber, daß wir uns vor dem Treffen über A.O. Spare unterhalten hatten, den Giger natürlich auch kannte. Sein Werk war ihm aber zu kompliziert. Daher brachte ich ihm ein kleines, gut strukturiertes Buch über den Englischen Künstler mit, das ihm den Zugang vielleicht erleichtert. Als ich ihm das Buch gab, meinte Giger, wenn wir eine Etikette mit einem Bild von A.O. Spare haben, müssten wir unbedingt auch eine Etikette mit einem A. Crowley Bild machen. Wie Recht er doch behalten wird – das kommt nämlich 2015 heraus. Einen Moment, den ich sicher nicht vergessen werde war allerdings, als mich Giger bat, ihm eine kleine Widmung in das Buch zu schreiben… 

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