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Zubereitung

Zur grünen Stunde konnte man Leuten aller Couleure zusehen, wie sie ihren Absinthe zubereiteten. Von den großen Cafes auf den Prachtboulevards bis in die kleinsten Kaschemmen - man konnte es überall sehen.

  • "Faire son Absinthe" ist eine einfache Angelegenheit. Man gießt das Wasser einfach in den Absinthe.
  • "Battre L'absinthe" Dabei lässt man das Wasser zunächst aus großer Höhe ganz langsam ins Glas tröpfeln, dann von halber Höhe aus und zum Schluß direkt in Glas.
  • "Frapper son Absinthe" Man lässt das Wasser langsam in den Absinthe tröpfeln.

Absinthe ist ein Getränkt, das langsam zubereitet wird. Es ist eine Wissenschaft für sich, einen guten Absinthe zuzubereiten. Der Absinthetrinker nimmt sich Zeit und verliert Zeit - für seinen Absinthe! Er genießt sein bevorzugtes Getränk Schlückchenweise und erfreut sich an dem herrlichen Duft, den es verbreitet.

Man kann seinen Absinthe "ertränken", dann hat man entweder ein "Eau-demoule" (bei einem grünen Absinthe), oder eine "Eau-de-svaon" (bei einem weißen Absinthe). Man kann ein "Puree" machen, d.h. man verwendet gleich viel Waser wie Absinthe. Oder man macht einen "Puree bien tassee" - man nimmt weniger Wasser als Absinthe. oder man trinkt ihn pur. Man kann ihn auch mit Zucker trinken, oder Absinthe gommee - bei dem Sirup anstatt Zucker verwendet wird. Weniger klassisch waren die gemischten Varianten, wie z.B. der Absinthe Anisee - mit Anis angereichert. Ebenso bekannt sind einige Cocktails wie z.B. der Suissesse, Tremblemet de terre, Sazerac, oder Crocodile.

Absinth kann auch unterschiedliche Art und Weisen serviert werden.

Nicht jede der bekannten Methoden ist jedoch empfehlenswert bzw. "politisch korrekt". Finden Sie hier einen kleinen Überblick über die am weitest verbreiteten Zubereitungsmethoden.

Ohne Zucker:

Gießen Sie etwa 2 bis 4 cl Absinthe in ein Glas und verdünnen dann je nach Geschmack mit eiskaltem Wasser in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:5. Beachten Sie dabei, daß Sie das Wasser in einem dünnen Strahl und aus einer entsprechenden Höhe ins Glas gießen. Es darf ruhig etwas spritzen. Dadruch bekommt der Absinthe noch etwas Luft und kann sein volles Aroma entfalten. Gleichzeitig wird auf diese Weise eine perfekte Trübung gewährleistet.

Mit Zucker:

Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Absinthe auch mit Zucker etwas süssen. Aber nicht jeder Absinthe eignet sich für diese Methode. Bittere Sorten wie beispielsweise Ulex eignen sich mehr, als süssliche Sorten wie z.B. Kübler.

Man beginnt wieder wie gehabt, indem man 2 bis 4 cl Absinthe in ein Glas gießt. Dann positioniert man einen Absinthelöffel auf das Glas und legt ein halbes bis ein ganzes Stück Würfelzucker auf den Löffel. Zunächst gießt man nur soviel Wasser auf den Zucker, daß dieser völlig getränkt ist. Dadurch wird er leicht porös und löst sich später leichter auf. Nach einer Weile gießen sie erneut Wasser über den Zucker ins Glas. Wenn sich der Zucker auflöst fahren Sie fort, bis das Glas zur gewünschten Höhe gefüllt ist. Sollte der Würfelzucker noch nicht völlig aufgelöst sein, können Sie ihn mit dem Absinthelöffel einfach im Glas verrühren.

Mit Fontaine:

Besonders stilvoll läßt sich Absinthe mit einer Absinthefontaine zubereiten. Dabei ersetzt die Fontaine die Wasserkaraffe. Anstatt das Wasser mit der Karaffe ins Glas zu gießen, stellen Sie die mit 2 bis 4 cl Absinthe gefüllten Gläser unter die Hähnchen der Fontaine. Die Fontaine sollte mit eiskaltem Wasser und reichlich Eiswürfeln gefüllt sein. Dann öffnen Sie das Hähnchen über dem Glas soweit, daß das Wasser langsam ins Glas tröpfelt. Speziell, wenn man Absinthe in einer Runde genießt, sorgt diese Zubereitsungsmethode für entsprechendes Ambiente.

Lassen Sie die Fontaine am Ende des Abends einfach stehen und waschen Sie sie am nächsten Tag, wenn alle Eiswürfel geschmolzen sind, denn größere Themperaturunterschiede können der Fontaine schaden!

Mit Feuer:

Als vor einigen Jahren Tschechischer Absinthe in England wieder populär wurde, kam eine ganz spezielle Methode auf: Nehmen Sie ein leeres Glas, legen Sie einen Absinthelöfel auf das Glas und legen einen Würfelzucker auf den Löffel. Dann gießen Sie Absinthe über den Zucker ins Glas. Jetzt zünden Sie den Zucker and und warten bis er karamelisiert. Löschen Sie mit Wasser ab und verrühren Sie die Zuckerreste.

Ich hatte die Gelegenheit eine Gruppe Schweizer aus dem Val de Travers (dem Ursprung des Absinthes) zu beobachten, denen dieses Feuerritual vorgeführt wurde. Noch niemand hatte soetwas vorher gesehen. Es gibt auch nirgendwo historische Aufzeichnungen, daß Absinthe im 19. Jahrhundert so zubereitet wurde. Es handelt sich also nur um eine Showeinlage, die bei Kennern absolut verpöhnt ist.

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