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Anis

Anis (Pimpinella anisum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Der Name geht auf das griechische Wort ανηθον für Dill zurück, mit dem der Anis verwechselt wurde.

Merkmale

Die Anispflanze ist einjährig und wird etwa 30 bis 50 cm hoch. Die Grundblätter sind herzförmig rundlich und am Rand eingeschnitten gesägt, die Stengelblätter sind dreizählig bis fiederteilig. Die kleinen weißen Blüten sind in hüllenlosen, meist zwölfstrahligen zusammengesetzten Dolden angeordnet und blühen von Juli bis September. Die Früchte, die im August/September geerntet werden können, sind 3 mm lang, eiförmig und mit grauen Härchen überzogen.

Anbau

Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wird Anis heute weltweit in Gebieten mit gemäßigtem Klima angebaut. Hauptanbaugebiet ist Südrussland. Während der Wachstumsperiode muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben. In der Erntezeit wirken sich wechselnde trockene und feuchte Perioden negativ auf die Erntequalität aus. Die Dolden reifen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, und auch innerhalb einer Dolde reifen die Samen nur uneinheitlich. Anis wird im August/September geerntet, wenn die Stängel gelb werden. Früher wurde dabei das Kraut mit der Sense abgemäht und die Früchte ausgedroschen.

Im Mittelalter wurde die Pflanze auch nördlich der Alpen angebaut, obwohl hier das Wetter nicht verlässlich genug war, um die Früchte in jedem Sommer ausreifen zu lassen. Anbaugebiete waren zu dieser Zeit beispielsweise die Gegend um Erfurt, Langensalza, Mühlhausen und Magdeburg, wo es auch Anisölbrenner gab, die das ätherische Öl durch Destillation mit Wasserdampf gewannen.

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