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Phylloxera

Im 19. Jahrhundert führte der Rebschädling im europäischen Weinbau zu dramatischen Verwüstungen, der Reblauskatastrophe. Die aus Nordamerika stammende Blattlaus-Verwandte wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts durch Rebstöcke von der Ostküste Amerikas über Großbritannien, genauer gesagt London, ins südliche Frankreich eingeschleppt (ab 1863 nachgewiesen) und breitete sich in der Reblausinvasion rasant von dort über sämtliche europäische Weinbaugebiete aus. Besonders schlimm traf es Frankreich. Zwischen 1865 und 1885 zerstörte die Reblaus große Teile der französischen Weinanbaugebiete, die erst 1850 nach der Mehltaukrise durch neue Reben aus Amerika ersetzt worden waren. Dies hatte katastrophale Folgen für die französische Landwirtschaft. So rief die französische Regierung 1870 eine Kommission zur Bekämpfung der Reblaus unter Vorsitz Louis Pasteurs ins Leben, die angeblich über 700 Vorschläge prüfte und trotzdem erfolglos blieb. Allein in Frankreich wurden 2,5 Millionen Hektar Rebfläche vernichtet.

Da Absinthe ursprünglich mit Weinalkohol produziert wurde, dieser aber auf Grund der Reblauskatastrophe nur noch sehr teuer, wenn überhauptnoch zur Verfügung stand, waren die meisten Hersteller dazu gezwungen, auf billigeren aber gleichzeitig auch minderwertigeren Basisalkohol auszuweichen. Zwei gegenläufige Entwicklungen kamen dem Absintheabsatz jetzt zugute: Der Preis für Wein stieg stark an, der für Absinthe (aufgrund der niedrigeren Kosten) sank. Folglich wurde immer mehr Absinthe konsumiert. Recherchen ergaben, daß in bestimmten Regionen in Frankreich bis zu 7 Liter Absinthe pro Jahr pro Mann (ab 16 Jahren) getrunken wurde. In Besancon ist ein Cafe bekannt, dort wurden jährlich 16000 Liter Absinthe ausgeschenkt - kein Wunder, war Absinthe doch billiger als Wein!!!

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