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Geschichte

Schon in der Antike war die therapeutische Wirkung von Wermut bekannt. So wurde beispielsweise schon damals Wein mit Wermut versetzt.

Absinthe, wie wir in heute kennen, wurde in der Schweiz erfunden. In Couvet (Val de Travers) entstand etwa 1798 die erste kommerzielle Brennerei, die gerade einmal 16 Liter am Tag produzierte.

Der Durchbruch ist aber den zahlreichen Brennereien im Französischen Pontarlier zu verdanken. Dort wurden bis zum Verbot 1915 enorme Mengen produziert. Aber nicht nur dort, sondern auch in Fougerolles, Marseilles, Lyon, Paris und vielen anderen Städten Frankreichs und der Schweiz entstanden Absinthebrennereien.

In dieser Zeit gab es in Paris mehr Alkoholverkaufsstellen als Bäckereien... Besonders die Boheme liebte dieses Getränk, aber auch in allen anderen Gesellschaftsschichten erfreute sich der Absinthe enormer Popularität.

Das jähe Ende kam zwischen 1907 und 1923 in beinahe ganz Europa. Zu viele vermeintlich Absintheabhängige, Sittenverfall und ein Familiendrama mit tödlichem Ausgang, sorgte für Ablehnung auf breiter Ebene. Die Prohibition war nicht mehr aufzuhalten.

Dennoch überlebte Absinthe in der Schweiz durch Schwarzbrennerei. In Spanien und England war er zwar nie verboten, erreichte aber auch nicht die Popularität wie in Frankreich und der Schweiz.

Etwa 80 Jahre nach dem Verbot wurde Absinthe in der EU wieder zugelassen, allerdings reglementiert. Seit dem gewinnt Absinthe stetig an Popularität.

Zwischenzeitlich gibt es Absinthe in den unterschiedlichsten Qualitäten, Farben und Alkoholkonzentrationen. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, dass einige Hersteller, Absinthe nach eigenen, alten Rezepten wieder produzieren. Man kann davon ausgehen, dass sich diese Produkte nicht grundlegend von den Produkten des 19. Jahrhunderts unterscheiden.

Fast sensationell ist die Legalisierung des Absinthes in der Schweiz am 1. März 2005. Seit 1910 per Bundesverfassung verboten, erlebt Absinthe nun auch im Ursprungsland ein echtes Revival.

Wir raten ausdrücklich zu maßvollem Genuss, denn Alkohol in großen Mengen ist Gesundheitsschädlich!

Angeblich:
In Montbenoit, nahe Pontarlier steht ein Benediktinerkloster. In einem französischen Journal (La Nature) von 1894 wird den Mönchen dort die Erfindung des Absinthes zugeschrieben. Die Mönche hätten Ihr Geheimnis dem Dr. Ordinaire gegeben, der aus politischen Gründen aus Frankeich in die nahegelegene Schweiz geflohen war... Es ist zweifelhaft, ob diese Geschichte wahr ist. Tatsache ist jedoch, daß Mönche so mache Kräuterheilmittel erfunden haben - es könnte also durchaus möglich sein...

Selbst in der Bibel wird dem Wermut so einiges nachgesagt:
Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und über die Wasserbrunnen. {Jesaja.14,12} 14,12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die Heiden schwächtest! 11Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden. 
Hier gibt es einige Interprätationen, aber da der Name Tchernobyl angeblich auf Ukrainisch soviel wie großer Wermut bedeutet... 
Ein sehr ambivalentes Thema, denn einerseits ist Absinthe als Heilpflanze bekannt, anderseits Wermut aber auch so bitter, daß er ungenießbar ist.

Dr. Ordinaire:
Alphonse Petitpierre schreibt in "Un demisiecle de Neuchatel": Die Herstellung von Absinthe begann Ende des 18. Jahrhunderts und seine Wurzeln stammen aus Frankreich. So ganz genau lässt sich das aber nicht mehr feststellen. Fest steht jedoch, daß ein französischer Revolutionsflüchtling, ein Mediziner "Ordinaire" sich Couvet im Val de Travers als seine neue Heimat ausgesucht hatte und von dort aus aktiv wurde. Er sei von großer Statur gewesen und war mit seinem kleinen, korsischen Pferd "Roquette" im ganzen Tal bekannt. Es wird behauptet, daß dieser Dr. Ordinaire der einzige gewesen sei, der das geheime Rezept des "Elixier d'Absinthe" bekannt war, das er als Allheilmittel anpries.

 

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