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Das Absintheverbot

Das Ende des Absinthes war bei den bestehenden massiven gesellschaftlichen Probleme abzusehen und nur eine Frage der Zeit. Entscheidender Ausschlaggeber war in der Schweiz dann ein gewisser Jean Lanfray, der im August 1905 im Suff seine Familie umbrachte. Lanfray war erwiesenermaßen starker Alkoholiker, der mehrere Liter Wein am Tag konsumierte und als Weinbergarbeiter im Waatland in der Ortschaft Commugny mit seiner Frau und 2 Töchtern lebte. Eines Tages kam Lanfray nach Hause und regte sich furchtbar darüber auf, daß seine schwangere Frau nicht wie aufgetragen, seine Stiefel geputzt hatte. Kurzerhand griff er zur Flinte und erschoß seine Frau und seine beiden Töchter. Als er sich darüber bewußt wurde, was er getan hatte, versuchte er sich selbst zu erschießen – was im aber nicht gelang. Es konnte nachgewiesen werden, daß Lanfry an diesem Tag neben Unmengen anderer alkoholischer Getränke auch 2 Gäser Absinthe getrunken hatte. Dies war für die Blaukreuzer und die Antialkoholliga ein gefundenes Fressen. Um diesen Amoklauf herum wurde eine große Kampagne gegen Absinthe entwickelt. Bei einer Volksabstimmung am 5. Juli 1908 sprachen sich 63,5% der männlichen Schweizer für ein verfassungsmäßiges Absintheverbot aus. Diese Gesetzt trat 1910 in Kraft und verbot die Produktion, Lagerung, den Transport und Verkauf von Absinthe. Interessanterweise wurde der Konsum nicht unter Strafe gestellt… Im gleichen Jahr wurde in Belgien Absinthe verboten. In Frankreich wurde Absinthe 1914 verboten. Das ist insofern bemerkenswert, da man befürchtete, daß Absinthe die Französische Wehrkraft zersetze – einige Jahrzehnte zuvor wurde Absinthe gerade durch das französische Militär in Frankreich zu einem extrem beliebten Getränk… In Deutschland hatte Absinthe sehr wahrscheinlich keine große Bedeutung . Leider sind keine Aufzeichnungen darüber bekannt. So wurde Absinthe hier erst im Jahr 1923 verboten. In Portugal, Spanien und England war er nie verboten – aber auch nie populär.

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