Pernod Tarragona
Pernod Tarragona
Als 1910 das Absintheverbot in der Schweiz in Kraft trat, ließen die Käufer der Brennerei Edouard Pernod in Couvet den Namen „Edouard Pernod S.A. Couvet“ fallen, um die Firma „Pernod S.A. Couvet“ zu gründen, dessen Verwalter ein gewisser B. Jordan war.
1912
gründete Pierre Pernod (Ein Nachfahre aus der Edouard Pernod Linie - Couvet), nicht zu verwechseln mit der Pernod Fils Linie aus Pontarlier, eine Absinthe Brennerei in Tarragona. Unter dem Namen Pernod S.A. wurde Absinthe für den Export produziert in Länder, in denen Absinthe nicht verboten war, produziert. Verwendet wurde das selbe Rezept, das auch Edouard Pernod bis 1910 in der Schweiz verwendete. Interessanterweise wurden sogar der selbe Wermut verwendet - man importierte sie aus der Schweiz. Man kann also ganz klar sagen, daß der Absinthe Pernod S.A. Couvet, in Tarragona bis 1936 mit dem Absinthe Edouard Pernod, Couvet bis 1910 annähernd identisch ist. Zugegebenermaßen ist die Namensgebung Pernod S.A. Couvet etwas mißverständlich, denn die Produktion war ja nicht in Couvet, sondern in Tarragona.
Anfang 1935
warnten einige Londoner Vertreter die Geschäftsleitung in Couvet, daß die Firma „Etablissements Pernod“ mit Flyern darauf hinwies, daß sie die einzigen wären, die den Namen Pernod rechtmäßig verwenden dürften. Trotz energischem Widerstand und einer umfangreichen Aufklärungskampagne, ging die Pernod S.A. Couvet 1936 in der Pernod Gruppe auf.
Zwischen 1936 und 1938
wurde sehr wahrscheinlich das Rezept von Pernod Fils, verwendet, daß in Pontarlier bis 1914 verwendet wurde.
Pernod S.A. 1912-1936:

Rezept Edouard Pernod, das bis 1910 in Couvet verwendet wurde. Etikett wurde von 1912 bis 1936 verwendet.¨Glassiegel wurde von 1912 bis 1938 verwendet (Pernod S.A.) Dicke, blau-grüne, mundgeblasene Flaschen mit Bodeneingriff
Pernod Fils 1936 - 1938:
Rezept Pernod Fils das bis 1914 in Pontarlier verwendet wurde
Etikett wurde ab 1936 verwendet
Glassiegel (Pernod S.A.) wurde von 1936-1938 verwendet, später dann Pernod Fils. Dicke, blau-grüne, mundgeblasene Flaschen mit Bodeneingriff
1939 - 1945
steht die Produktion wegen des 2. Weltkriegs
1950 - 1960
Die Absintheproduktion wird von Pernod Fils wieder aufgenommen. Die Flaschen werden nun nicht mehr mundgeblasen, sondern industriell gefertigt. Das Siegel ist deutlich flacher und etwas größer und nur noch der Name „Pernod“ ist eingeprägt. Der Flaschenboden ist flach und das Glas wesentlich dünner. Die Rezeptur ist nun deutlich frischer und nicht mehr so würzig, kräutrig wie früher. Man versucht deutlich dem 1938 eingeführten Pastis näher zu kommen. Man schmeckt deutlich, daß es sich um andere Kräuter und eine andere Rezeptur als vor dem Krieg handelt.
1960
scheidet der seit 1930 verantwortliche Brennmeister José M. Banus aus.
1960 - 1970
die Produktion läuft in Tarragona langsam aus. Auch die Rezeptur verändert sich weiter, ist nun wesentlich anislastiger und etwas bitter. Dennoch ist der Absinthe komplex und hat einen langen Abgang. Die Flaschen weisen nur noch ein sehr flaches Siegel mit dem Namen „Pernod“ auf, auch ist die Flasche etwas kleiner als zuvor und die Flaschen sind gänzlich grün und nicht mehr blau-grün. Auf den Etiketten steht nicht mehr der Name José M. Banus.
Mixology Bar Awards
Seit einiger Zeit bemühen wir uns um die Mixology Szene und haben unser Repertoire bewusst in Richtung hochwertige Spezialitäten ausgebaut. Selbstverständlich haben wir uns bei der Gelgenheit auch darum bemüht, die Aufmerksamkeit zahlreicher Mixologen auf authentischen Absinthe zu lenken. Wir sind daher sehr stolz und glücklich, daß Absinthe Duplais Verte und Gran Classico Bitter bei den diesjährigen Mixology Bar Awards zur Spirituose des Jahres nominiert wurden!
Absinthe Heritage
Absinth Heritage Verte wird von Devoille in Fougerolles hergestellt. Die Rezeptur beinhaltet neben Wermut und Anis auch einen unübersehbaren Anteil Fenchel. Das ist insofern bemerkenswert, als in Frankreich erst seit einer Weile der mit Fenchel in Verbindung stehende Fenchonwert nicht mehr reglementiert ist. Dieser Fenchel macht Heritage zu einem spektakulär wuchtigen Absinthe. Man kann das schon riechen, wenn man die Flasche öffnet - und später beim schmecken bestätigt sich diese Eindruck. Heritage trübt dadurch auch ausgesprochen dicht und schnell, denn nicht nur Anethol, sondern auch Fenchol ist nicht wasserlöslich. Sicherlich werden hier auch noch weitere Kräuter verwendet, die nicht so offensichtlich sind, allerdings lassen die sich wegen der massiven Fenchelnote kaum noch identifizieren. Im Gesamteindruck ist Heritage ein ausgesprochen kräftiger, dichter Absinthe mit einem sehr großen Kräuteranteil, der weniger feingliedrig und grazil ist, aber ein echter Dampfhammer.
ABSINTHE wieder legal in Frankreich
Vor ein paar Wochen entschied der Französische Gesetzgeber, daß die bisher unter dem Namen "Boisson spiriteux aux plantes d'Absinthe" vermarkteten Produkte nun unter dem eigentlich korrekten Namen "Absinthe" mit dem Zusatz "Boisson spiriteux" vermarktet werden dürfen. Hintergrund hierfür sind sicher auch die Bestrebungen ehemaliger Schweizer Schwarzbrenner aus dem Val den Travers, sich die Namensrechte "Absinthe", "Fée Verte" und "La Bleue" sichern wollen. In diesem Zusammenhang muss man wissen, daß es kürzlich einen bilateralen Vertrag zwischen der Schweiz und der EU gab, worin man sich verständigte, geschützte Produktnamen wie z.B. Appenzeller oder Champagner gegenseitig zu übernehmen.
Mit der Möglichkeit die Produkte nun "Absinthe" zu nennen ist dem Französischen Spirituosenverband ein großer Schritt gelungen, den Namensschutz abzuwenden. Es käme in Schottland ja auch niemand auf die Idee, sich den Begriff "Whisky" schützen zu lassen...
BarAudienz
Absintheseminar für die Schwarzwald Bar Brigade
Am 12. April fand in der Grace Bar in Stuttgart eine BarAudienz zum Thema Absinthe statt. Die Schwarzwald Bar Brigade unterstütze ABSINTHE.DE an diesem Abend mit der Zubereitung leckerer Absinthe Cocktails.
Die BarAudienz wurde vor einer Weile von Domenico Trapasso aus Stuttgart ins Leben gerufen. Dabei geht es um Produktschulungen für Barleute im Raum Stuttgart. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Produzenten eingeladen, die dort ihre Produkte vorstellen können.
Die Schwarzwald Bar Brigade wurde von Domenico Termine gegründet und ist eine Art Barzirkel, wie es das auch in verschiedenen anderen Städten gibt, nur eben nicht auf eine Stadt bezogen, sondern auf den Großraum Schwarzwald.
Da von verschiedenen Seiten großes Interesse an einer Informationsveranstaltung zum Thema Absinthe bestand, wurde ABSINTHE.DE eingeladen. Es geht dabei immer auch um Networking, insofern wurde die Veranstaltung durch die Schwarzwald Bar Brigade, respektive den Barkeepern der Hemingway Bar aus Freiburg flankiert. Zunächst ging es bei dem Vortrag um generelle Informationen zum Thema Absinthe, wie z.B. der Geschichte, der Herkunft, den verwendeten Kräutern usw. Selbstverständlich mussten die zahlreich erschienen Gäste nicht lange auf den ersten, eher abschreckenden Drink warten. Ziel des Seminars war es die verschiedenen Absinthe Qualitäten anhand der zugrunde liegenden Produktionstechnik zu veranschaulichen. Insofern verwunderte es auch nicht, daß zu Beginn ein eher grausam schmeckender Ölmix gereicht wurde. Weiter im Vortrag ging es dann die unterschiedlichen Produktionstechniken und den mit Absinthe immer wieder in Verbindung gebrachten Künstlern. Als zweites gab es ein reines Mazerat zu probieren, das schon besser ankam, aber richtige Begeisterung kam erst mit den beiden letzen Produkproben auf – ein klares Destillat und ein mit Kräutern, grün eingefärbtes Destillat.
Zum Schluss des Vortrags kamen die Hemingway Barkeeper dann zum Zug und bereiteten neben einem Rapscallion und einem Sazerac noch weitere leckere Absinthe Cocktails zu, die deutlich machen, daß Absinthe nicht nur klassisch mit Wasser zubereitet werden kann, sondern daß mit etwas Phantasie und Kreativität noch jede Menge anderer leckerer Drinks möglich sind.
Interview: Der Sonntag
Nettes Interview in der regionalen Sonntagszeitung
Interessenten aus der Regio dürfen gerne zu einer individuellen Degustation vorbei kommen! Bitte rufen Sie für eine Terminvereinbarung vorher an!
Newsletter
Neben einem Bio Vodka präsentieren wir nun die ganze Serie der Eichelberger Absinthe. Neu dazu gekommen sind:
- Eichelberger 70 classic
- Eichelberger 70 verte
- Eichelberger 80 brute
- Eichelberger 83,2 Festival edition
- Green Ribbon Absinthe
- Green Ribbon Vodka
Vor einigen Tagen entdeckten wir in einer dunklen Ecke des Lagers einen verstaubten, alten Karton mit der Aufschrift "San Miguel". Man muß wissen, daß San Miguel einst eine Traditionsglasbläserei in Spanien war - allerdings vor einigen Jahren den Betrieb eingestellt hat. Das ist bedauerlich, denn hier wurden diese schönen Gläser mit dem Aufsatz aus Glas hergestellt. Diese Gläser sind nicht nur rar und sehr praktisch, sondern auch von sehr schöner Qualität. Wer also nicht keines besitzt, hat hier die letzte Chance.
Selbstverständlich haben wir bei der Gelegenheit auch gleich noch zwei weitere schöne Glasfontainen ins Programm aufgenommen und unsere Standardfontaine kommt nun mit Deckel.
Immer wieder bekamen wir Anfragen wegen dieser Kunststoffhähnchen, die in den Glasfontainen vebaut sind. Diese können schonmal kaputt gehen, daher bieten wir sie nun in Silber und Gold als Ersatzteil an.
Bei fast jedem Einkauf etwas geschenkt:
- Bereits bei einem kleinen Einkauf von nur 50 Euro Warenwert bieten wir Ihnen einen gratis Absinthelöffel im Wert von 10 Euro an.
- Kaufen Sie für 100 Euro ein, bieten wir Ihnen einen gratis Streamline Brouilleur im Wert von 19 Euro an.
Stammkunden profitieren von unserem attraktiven Rabatt Programm:
- Haben Sie einen Gesamtumsatz von 500 Euro erreicht, erhalten Sie 5% Rabatt auf alles und können per Bankeinzug (D) bezahlen.
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Vorschau:
Es brodelt wieder in der Entwicklungsabteilung "Matter/Lion". Wenn alles nach Plan läuft wird in einigen Wochen ein neuer Absinthe vorgestellt werden. Bereits seit einigen Jahren versuchen Hersteller auf natürliche Weise einen ....
Leider können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht mehr bekannt geben, aber seien Sie gewiss - als Newsletterempfänger werden Sie als erstes informiert!
Eichelberger Absinthe Serie wird komplettiert
Eichelberger gehört seit geraumer Zeit zu den wenigen deutschen Herstellern, die auch international große Anerkennung genießen. Die Produkte sind von konsistent hoher Qualität und zeigen eine Brennereitypische Charakteristik, die sehr gut ankommt. Erhältlich sind nun alle Produkte:
- Eichelberger 58 Blanche
- Eichelberger 60 Verte
- Eichelberger 68 Limitee
- Eichelberger 70 Verte
- Eichelberger 78 Verte
- Eichelberger 80 Brute
- Eichelberger 83,2 Festival Edition
- Green Ribbon Absinthe
Neue Artikel
Im Laufe des Februars werden zahlreiche neue Produkte im Shop aufgenommen. Unter anderem 2 hochinteressante Produkte aus der Tschechischen Republik, die beweisen, daß dort nicht nur künstlich gefärbte Produkte hergestellt werden, sondern auch Qualitätsprodukte.
10 Jahre Absinthe
Es ist kaum zu fassen, aber es stimmt tatsächlich: Seit 10 Jahren beschäftige ich mich nun geschäftlich mit Absinthe. Allerdings wurde mein Interesse an der grünen Fee bereits vor ca. 20 Jahren geweckt, als ich zahlreiche Französische Romane aus dem 19. Jahrhundert gelesen hatte. Damals verspürte ich den Drang auch einmal Absinthe zu trinken, aber es blieb mir bis irgendwann im Jahr 2000 vergönnt.
Über Sepulchritude.com (das heutige Feeverte Forum) habe ich mich in die Materie eingelesen. So kam mir die Idee eine Informationsseite zum Thema Absinthe ins Netz zu stellen, da ich aber bei einer Firma mit einem eigenen Shopsystem arbeitetet, das ich kostenlos verwenden durfte, kam eins zu anderen und nur 3 Monate später musste ich meine Arbeitszeit von 5 auf 4 Tage reduzieren. 2 Jahre später war ich dann gänzlich selbständig.
Sicherlich waren einige Sorten, die ich anfänglich anbot aus heutiger Sicht verwerflich, aber man muß auch klarstellen, daß der Markt damals noch nicht überflutet war und man als Händler genommen hat was man bekam. Spätestens als ich Peter Schaf im Frühling 2002 in Pontarlier kennenlernte, als er gerade dabei war mit Gerard Pernot den Un Emile 68 zu entwickeln, bekam ich eine Idee, um was es bei Absinthe eigentlich wirklich geht. Durch ihn lernte ich auch Ted Breaux und eine ganze Reihe anderer Absintheure kennen. Interessanterweise entwickelten wir immer wieder zeitgleich sehr ähnliche Ideen und fanden das erst heraus, als jeder schon fast mit seinem Produkt fertig war.
Als 2005 das Absintheverbot in der Schweiz aufgehoben wurde, begann die Zusammenarbeit mit Oliver Matter. Mit ihm kamen dann endlich die eigenen Produkte, die ich schon lange ersehnt hatte. Wir hatten mit unseren Reproduktionen von Anfang an Erfolg und bauen seit her unsere Strukturen kontinuierlich aus.
Wir werden sehen, was die nächsten 10 Jahre bringen – es zeichnen sich bereits einige interessante Perspektiven am Horizont ab. Wie mein Vater immer sagt: Nichts ist so stetig wie der Wandel! Wie Recht er doch hat!
Absinthe Plakate
Parallel zum Höhepunkt des Absinthebooms Ende des 19. Jahrhundert verlief die Entwicklung des Plakats als werbeträchtiges Medium. Neben Jules Chéret waren es vor allem Capiello, Privat-Livemont, Nover und Francisco Tamango, die Motive entwarfen, die für die Absinthebranche damals wichtig und für Sammler heute wertvoll sind. Die Plakate waren oftmals nicht einmal so groß - meistens maßen sie ca. 120cm x 80cm, aber es gab auch damals schon riesige Plakate mit 200cm Höhe. Die Plakate wurden lithographisch im Steindruckverfahren hergestellt. Aus heutiger Sicht ist dieses Verfahren enorm aufwendig, aber damals war es die einzige Möglichkeit so große Motive überhaupt zu drucken. Üblicherweise wurden die Plakate auf Wände geklebt und sobald ein neues Motiv herauskam überklebt oder abgerissen. Originale sind daher ausgesprochen rar und eigentlich nie in 100% perfektem Zustand. In Glücksfällen existieren von einem Motiv weltweit noch ein paar Duzend Plakate, oftmals aber nur noch ein paar ganz wenige. Es gibt international etwa 30 Händler, die sich auf Belle Epoque Plakate spezialisiert haben. Da Absinthe nur eine kleine Unterkategorie von "Essen & Trinken" ist, stellt dieses Sujet selbst bei diesen Spezialisten eine Nische dar. Taucht ein Plakat auf dem Markt auf, verschwindet es nicht selten umgehend bei einem Connaisseur.
Das hier dargestellte Absinthe Terminus Plakat des Portugiesen Francisco Tamango von 1892 stellt die weltberühmte Schauspielerin Sarah Bernhardt und Ihren Kollegen Constant Coquelin dar. Da Bernhardt mit dem Motiv nicht einverstanden war, musste es umgehend zurückgezogen und vernichtet werden.